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Algorithmus

Das steckt dahinter

Im Glossar hast du schon gesehen, dass ein Algorithmus aus einzelnen, klaren Schritten besteht.

Jetzt schauen wir genauer hin.

Fast alles, was auf einem Smartphone, Tablet oder in einem Game passiert, folgt solchen Abläufen.

Ein Algorithmus beschreibt also nicht einfach nur was passieren soll, sondern auch wie und in welcher Reihenfolge.

Das ist wichtig, weil ein Computer nicht raten kann, was du gemeint hast. Er braucht klare Anweisungen.

Stell dir das so vor …

Du spielst ein Jump-and-Run.

Du tippst auf den Sprung-Button.

Im Hintergrund könnte ungefähr Folgendes passieren:

  1. Das Spiel erkennt deinen Tastendruck.
  2. Es prüft, ob deine Figur gerade auf dem Boden steht.
  3. Wenn ja, wird der Sprung gestartet.
  4. Die Figur bewegt sich nach oben.
  5. Die Schwerkraft zieht sie wieder nach unten.
  6. Die Figur landet wieder auf dem Boden.

Für dich passiert das in einem Augenblick.

Das Spiel arbeitet dabei aber eine festgelegte Abfolge von Schritten ab.

Genau das ist die Idee hinter einem Algorithmus.

Wie funktioniert es?

Viele Algorithmen lassen sich mit dem EVA-Prinzip erklären.

  • E = Eingabe
  • V = Verarbeitung
  • A = Ausgabe

Beispiel aus einem Handyspiel:

Eingabe

Du tippst auf den Bildschirm.

Verarbeitung

Das Spiel prüft:

  • Wo hast du getippt?
  • Welche Aktion gehört dazu?
  • Darf diese Aktion gerade ausgeführt werden?

Ausgabe

Auf dem Bildschirm passiert etwas:

  • die Figur springt,
  • ein Menü öffnet sich,
  • ein Gegenstand wird benutzt,
  • oder ein Angriff wird ausgeführt.

EVA-Prinzip – Ein eigener Lernartikel zum EVA-Prinzip ist geplant.

Ein Beispiel

Stell dir vor, ein Gegner in einem Spiel soll entscheiden, was er tut.

Ein sehr einfacher Algorithmus könnte so aussehen:

  1. Prüfe, ob ein Spieler in der Nähe ist.
  2. Wenn kein Spieler da ist, patrouilliere weiter.
  3. Wenn ein Spieler erkannt wurde, prüfe, ob er in Angriffsreichweite ist.
  4. Ist er noch zu weit entfernt, bewege dich auf ihn zu.
  5. Ist er nah genug, greife an.

Das sieht als Ablauf ungefähr so aus:

drawing-3-1784449125.png

Warum ist das wichtig?

Ohne Algorithmen könnten Programme und Spiele nicht zuverlässig funktionieren.

Sie helfen dabei:

  • Aufgaben in einzelne Schritte zu zerlegen,
  • Entscheidungen zu treffen,
  • Daten zu verarbeiten,
  • Abläufe zu steuern,
  • Fehler leichter zu finden.

Auch Apps verwenden ständig Algorithmen.

Zum Beispiel: Was passiert, wenn du eine App öffnest?

drawing-3-1784449719.png

Ein Algorithmus ist eine eindeutige Abfolge von Schritten zur Lösung einer Aufgabe oder eines Problems.

Ein Algorithmus ist noch kein fertiges Computerprogramm.

Derselbe Algorithmus kann in verschiedenen Programmiersprachen umgesetzt werden.


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Weitere Beispiele aus der echten Welt

In Games

Algorithmen entscheiden zum Beispiel:

  • wie Gegner reagieren,
  • wie Figuren ihren Weg finden,
  • wie Schaden berechnet wird,
  • wann eine Quest abgeschlossen ist,
  • welche Gegenstände gefunden werden.

Auf dem Smartphone

Algorithmen stecken unter anderem in:

  • Apps,
  • Kamera-Funktionen,
  • Gesichtserkennung,
  • Sprachassistenten,
  • Suchfunktionen.

Bei YouTube, TikTok oder ähnlichen Plattformen

Algorithmen helfen dabei zu entscheiden, welche Inhalte dir als Nächstes vorgeschlagen werden.

Dabei können zum Beispiel Informationen berücksichtigt werden wie:

  • welche Videos du ansiehst,
  • wie lange du sie ansiehst,
  • was du likest,
  • was du überspringst.

Etwas genauer betrachtet

Damit ein Algorithmus zuverlässig funktioniert, müssen seine Schritte bestimmte grundlegende Eigenschaften besitzen.

Eindeutigkeit

Jeder Schritt muss klar beschrieben sein.

Es darf nicht unklar sein, was als Nächstes passieren soll.

Ausführbarkeit

Jeder einzelne Schritt muss tatsächlich ausführbar sein.

Ein Computer kann mit einer ungenauen Anweisung wie der folgenden nichts anfangen:

„Mach das irgendwie besser.“

Endlichkeit

Ein Algorithmus besteht aus einer endlichen Anzahl von beschriebenen Anweisungen.

Für den Einstieg reicht es völlig, sich zunächst zu merken:

Ein Algorithmus muss klar, ausführbar und nachvollziehbar sein.

Typische Fehler oder Missverständnisse

„Ein Algorithmus ist ein Programm.“

Nicht ganz.

Der Algorithmus beschreibt den Lösungsweg.

Das Programm ist die konkrete Umsetzung dieses Lösungswegs in einer Programmiersprache.

„Algorithmen gibt es nur bei Computern.“

Nein.

Auch viele Abläufe im Alltag funktionieren algorithmisch.

Zum Beispiel:

  • ein Bauplan,
  • eine Bastelanleitung,
  • ein Spielregel-Ablauf,
  • eine Schritt-für-Schritt-Anweisung.

Schon gewusst?

Algorithmen gab es schon lange vor Computern.

Menschen haben bereits vor Jahrhunderten genaue Verfahren entwickelt, um Aufgaben und Berechnungen Schritt für Schritt zu lösen.

Probier es selbst

Überlege dir einen einfachen Algorithmus für eine Spielfigur.

Die Figur soll:

  1. eine Schatztruhe sehen,
  2. zu ihr laufen,
  3. prüfen, ob sie verschlossen ist,
  4. sie öffnen, wenn sie einen Schlüssel hat.

Versuche daraus eine klare Schrittfolge zu machen.

Überlege zuerst selbst, bevor du die Lösung öffnest. Es kann auch andere richtige Lösungswege geben.

Lösung anzeigen
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Verwandte Begriffe

Grundlagen

  • EVA-Prinzip
  • Programm
  • Programmiersprache
  • Eingabe
  • Verarbeitung
  • Ausgabe

Programmsteuerung und Darstellung

  • Bedingung
  • Schleife
  • Pseudocode
  • Ablaufdiagramm
  • Programmablaufplan

Weitere Eigenschaften von Algorithmen

  • Terminierung
  • Determiniertheit
  • Determinismus

Weitere Lernartikel

  • EVA-Prinzip (geplant)
  • Bedingungen und Schleifen (geplant)
  • Pseudocode und Programmablaufpläne (geplant)

Fachliche Vertiefung

Wenn du Algorithmen fachlich genauer betrachten möchtest, findest du weitere Eigenschaften, Abgrenzungen und technische Zusammenhänge in der fachlichen Vertiefung:

Algorithmus – Spezialwissen

Begriff im Glossar

Eine kurze und leicht verständliche Erklärung des Begriffs findest du im Glossar:

Algorithmus – Glossar